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Hochfunktionale
Materialen: nutzt
Fotografie-DNA
für neue Wertschöpfung

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen Fujifilm gleichermaßen Chancen und Risiken bevor: das digitale Zeitalter ist präsenter denn je. Obwohl Fujifilm bereits damit begonnen hatte sein Portfolio an Technologien zu diversifizieren, blieb der Fotofilm seit der Gründung das Kerngeschäft. Die Nachfrage für Film erreichte im Jahr 2000 seinen Höhepunkt und ging danach rapide zurück, und zwar jährlich um 20 Prozent. Um mittel-und langfristig wachsen zu können, musste Fujifilm neue Geschäftsfelder erschließen. Es durfte absolut keine Zeit verschwendet werden.

FUJIFILM sah sich die eigene Geschichte intensiv an und fragte sich: "Was sind unserer größten Stärken? Wo und wie können wir einen Mehrwert für den Markt darstellen?” Eine Antwort der Firma war die Bereitstellung von Technologien, die sie in der Fotografiebranche entwickelt hatte um einzigartige, hochfunktionale Materialien zu schaffen, die diesen Mehrwert bieten.

Fotofilm ist ein chemisches Präzisionsprodukt, das Koppler und nahezu 100 verschiedene chemische Verbindungen in einer ultradünnen Schicht von 20 Mikrometern Stärke integriert. Ein Fotofilm für hochsensible Bilderfassung und Drucke erfordert Technologien, die Veränderungen auf mikroskopischer Ebene vornehmen. Beispielsweise hat Fujifilm Technologien zur Produktion hochgradig einheitlicher, ultradünner Membranen auf Filmsubstraten entwickelt. Tatsächlich fand Fujifilm heraus, dass es über einen Reichtum an Technologien verfügt, die in sehr vielen verschiedenen Bereichen Anwendung finden.

Diese Technologien nennt Fujifilm heute Schlüsseltechnologien. Heute arbeitet das Unternehmen hart daran, sein Portfolio an Schlüsseltechnologien maximal auszubauen und innovative Produkte immer schneller anzubieten. Ein wichtiger Entwicklungsbereich sind hochfunktionale Materialien mit dem Fokus auf hochfunktionalen Filmen.

Open Innovation: Technologien kreativ neu kombinieren

In den Bestrebungen die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen, wollte Fujifilm weiter gehen als nur Technologien auszubauen, die für die Fotografiebranche entwickelt wurden. Das Unternehmen entschied, dass der beste Weg in die Zukunft eine Kombination aus einer möglichst großen Bandbreite an Technologien ist, sodass Partner außerhalb der Fujifilm-Gruppe ihre Technologien und Perspektiven in neuen Initiativen miteinander teilen können. FUJIFILM nannte seine neue Methode der kooperativen Entwicklung “Open Innovation.”

Im Januar 2014 eröffnete Fujifilm sein erstes Open Innovation Hub in der Hauptverwaltung in Tokio. Als Zentrum für diese kooperative Innovation von Fujifilm stellt der Hub die Schlüsseltechnologien vor, die Fujifilm für Fotografie und andere Branchen entwickelt hat und erlaubt Besuchern, die zu ihnen passenden Produkte direkt zu erleben. Mehr noch - das Hub ist ein Ort zum Teilen und Kombinieren von Ideen, die wiederum zur gemeinsamen Entwicklung innovativer, neuer Produkte führen. Seit es seine Tore geöffnet hat, hat das Open Innovation Hub viele interessierte Parteien aus vielen verschiedenen Branchen empfangen, einschließlich solcher, die traditionell keine starke Verbindung zu Fujifilm hatten.

Das Open Innovation Hub war besonders erfolgreich auf dem Gebiet hochfunktionaler Materialien, mit zahlreichen neuen Produkten, die den Markt vermutlich in naher Zukunft erreichen werden. Des Weiteren hat Fujifilm weitere Open Innovation Hubs in USA und Europa eingerichtet, um sich regionale Erkenntnisse und Stärken zunutze zu machen und einzigartige Zusammenarbeit und innovative Produkte zu schaffen.

Fujifilm leistet einen großen Beitrag im Alltag wie im Geschäftsbereich mit Hochfunktionalität

richtet sich das Unternehmensportfolio von Schlüsseltechnologien nun auf hochfunktionale Materialien. Eines dieser Materialien ist die Rückseitenfolie, die das Unternehmen für Solarzellen produziert. Da Solarzellen im Freien unter vielen herausfordernden Bedingungen eingesetzt werden, müssen diese Rückseitenfolien extrem haltbar und verlässlich sein. Das Grundmaterial der Rückseitenfolie ist Polyethylenterephthalat (PET), das Fujifilm mit speziellen Polymerisations-, Filmbildungs- und Beschichtungstechniken bearbeitet. Das Ergebnis ist ein Film, der bis zu 30 Jahre verwendbar ist, nicht nur die üblichen 20 Jahre. Als hochfunktionale Materialien mit hervorragender Leistung trägt dieser Film zum stabilen Betrieb von Solaranlagen bei, unterstützt den Lebenszyklus von Produkten, reduziert Energieverluste und entschärft Umweltprobleme.

Für die Verwendung in Smartphones, Tablets und anderen Endgeräten mit Touchscreen hat Fujifilm den EXCLEAR Touchscreen Sensorfilm entwickelt. Dieser Film basiert auf einem PET-Polymer-Film mit feinem Maschensystem aus Silber auf beiden Seiten, was zu einem extrem niedrigen Widerstand und höchster Transparenz sowie Flexibilität führt. Im Vergleich zu konventionellen Sensorfilmen aus Indiumzinnoxid (ITO) bietet EXCLEAR eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit, selbst bei mittelgroßen und großen Bildschirmen. Der Touchscreen-Markt hat zurzeit eine Wachstumserwartung von 10 Prozent pro Jahr, und EXCLEAR strebt einen langfristigen Beitrag zu diesem Wachstum an.

Indem Fujifilm seine Schlüsseltechnologien für die Fotografiebranche und maximalen Effekt liefert, arbeitet das Unternehmen mit einer Vielzahl an Firmen außerhalb der Gruppe zusammen und erweitert so seine Geschäftsaktivitäten im Bereich der hochfunktionalen Materialien. Diese Materialien leisten einen Beitrag zum Fortschritt vieler Branchen, was das Leben vieler Menschen mehr denn je erleichtert und erfüllt. Mit dem Ziel diese fortschrittlichen Produkte sogar noch schneller zu entwickeln, führt Fujifilm seine Innovationen fort!

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