This website uses cookies. By using the site you are agreeing to our Privacy Policy.

Deutschland

Fujifilm stellt sich der
Herausforderung, regenerative
Medizin Realität werden zu lassen

In der heutigen Welt gibt es noch viele Krankheiten, für die es keine wirksame Behandlungsmethode gibt. Millionen von Menschen hoffen und warten auf deren Entdeckung. Eine Herangehensweise an dieses Problem ist es, das allgemeine Interesse an regenerativer Medizin zu wecken, bei der menschliche Zellen künstlich gezüchtet und dann zur Regenerierung von erkrankten oder verletzten Gewebebereichen oder Organen und Wiederherstellung von deren Funktion verwendet werden. Mit dem Ziel, einer der Vorreiter in der regenerativen Medizin zu sein, arbeitet Fujifilm an der Verwirklichung dieser äußerst vielversprechenden Behandlungsmethoden. Im folgenden stellen wir dar, wie Fujifilm sich erfolgreich den Herausforderungen in der regenerativen Medizin stellt.

Höchstes Verantwortungsbewusstsein eines Healthcare-Unternehmens bei der Anwendung seiner Technologie

Auf den ersten Blick scheint Fujifilm ein eher unwahrscheinlicher Kandidat als Vorreiter im Bereich der regenerativen Medizin zu sein, aber das Engagement des Unternehmens im Gesundheitssektor reicht bereits viele Jahrzehnte zurück. Fujifilm wurde 1934 gegegründet und bot bereits 1936 Röntgenfilme an. Im Jahr 1983 begann Fujifilm mit dem Verkauf der Fuji Computed Radiography (FCR) und wurde so zum ersten Unternehmen der Welt, das digitale Röntgendiagnose-Bildgebungssysteme anbieten konnte. Durch diese und zahlreiche andere Produkte hat Fujifilm maßgeblich zu der Entwicklung der diagnostischen Medizin beigetragen. Darüber hinaus hat Fujifilm in den letzten Jahren im Bereich der präventiven Medizin Nahrungsergänzungsmittel, Anti-Aging-Hauptpflegeprodukte und Kosmetika sowie für den medizinischen Behandlungsbereich Pharamazeutika entwickelt. Auf diese Weise hat sich Fujifilm selbst in ein Unternehmen mit Produkten für den Bereich Prävention, Diagnose und Behandlung verwandelt. Als umfassendes Healthcare-Unternehmen sah Fujifilm die revolutionären Behandlungsmöglichkeiten, die die regenerative Medizin bieten kann, als wichtigen Bestandteil seiner Mission an.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entscheidung von Fujifilm, in diesen Sektor einzusteigen, war das umfangreiche Technologie Portfolio des Unternehmens, die teilweise auch für den Bereich der regenerativen Medizin geeignet schienen. Ein Beispiel dafür ist der Fotofilm, der zum Zeitpunkt der Gründung und für viele weitere Jahre danach Fujifilms Schlüsselprodukt war. Der Fotofilm ist ein chemisches Präzisionsprodukt, das farberzeugende Reagenzien und nahezu 100 unterschiedliche chemische Bestandteile insgesamt umfasst, die in einer ultradünnen Collagenschicht von nur wenigen 20 Mikrometern Dicke angeordnet sind. Für die Herstellung eines Fotofilms werden Technologien benötigt, die viele verschiedene chemische Reaktionen auf mikroskopischer Ebene steuern können. Zufällig ist 20 Mikrometer auch der Durchmesser einer einzelnen Leberzelle. Fujifilms Technologien zur Steuerung von Mikroumgebungen schien enormes Potenzial für den Bereich der regenerativen Medizin aufzuweisen.

Fujifilm besitzt zudem ein umfassendes Wissen über das Protein Kollagen, das Hauptbestandteil des Fotofilms ist. In der regenerativen Medizin spielt Kollagen eine wesentliche Rolle bem Wachstum von Zellen und der Wiederherstellung von Gewebe. Um dem Anspruch eines Fotofilms mit höchstmöglicher Qualität gerecht zu werden, hat Fujifilm einen großen Teil seiner kollagenbasierten Technologien wie die Verfahren zur Verarbeitung und Steuerung des Proteins, das sehr empfindlich auf Umgebungsparameter wie Feuchtigkeit und Temperatur reagiert, überarbeitet. Fujifilm sah die klare Gelegenheit, seine Kollagen-Technologien in diesem wichtigen neuen Feld einzusetzen.

Eine Innovation führt zur nächsten

Wenn die regenerative Medizin soweit voranschreitet, dass es möglich ist, ganze Organe zu regenerieren, zieht das zweifelsohne bahnbrechende Änderungen in der Medizin und der Gesellschaft nach sich. Trotzdem müssen noch viele technologische Hürden überwunden werden, sodass nach heutigem medizinischen Stand solche medizinischen Wunder erst in einem oder mehreren Jahrzehnten möglich sein werden.

Doch bereits heute glaubt Fujifilm daran, dass es eine Innovation realisieren kann, die genauso wichtig scheint wie die regenerative Medizin selbst: die Verwendung von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs, induced pluripotent stem cells). Im Jahr 2012 wurden Professor Shinya Yamanaka von der Kyoto University und der britische Entwicklungsbiologe John Gurdon mit dem Nobelpreis für Physiologie bzw. Medizin ausgezeichnet. Dies lenkte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diese erstaunlichen Zellen, die Professor Yamanaka in seinem Labor entwickelt hat.

iPSCs können sich nicht nur in Zellen von jedem Organ oder Gewebe im Körper transformieren, sondern auch nahezu ohne Grenzen vervielfältigen und wachsen. Das Unternehmen Cellular Dynamics International, Inc., das der Fujifilm-Gruppe im Mai 2015 beigetreten war, nutzt die weltweit führenden iPSC-Entwicklungs- und Produktionstechnologien, um eine iPSC-Bank zu erstellen, die iPSCs für die Verwendung in der Erforschung zahlreicher Erkrankungen und Bedingungen umfasst. In der Zukunft werden Pharmazeutikunternehmen wohlmöglich in der Lage sein, diese Zellen zum Testen der Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medikamente zu verwenden und so die Notwendigkeit von klinischen Studien mit Menschen erheblich zu reduzieren. IPSCs haben daher das Potenzial, den Entwicklungsprozess von Medikamenten zu revolutionieren, indem es den Prozess erheblich beschleunigt und effektiver gestaltet. Darüber hinaus führt eine iPSCs-gestützte Medikamentenentwicklung zu weiteren Fortschritten in der regenerativen Medizin. Der Ansporn, iPSCs zu züchten, die so weit wie möglich in Struktur und Funktion den menschlichen Zellen ähneln, um effektiv neue Medikamente zu entwickeln, kann auch dazu führen, dass diese weiter verbessert werden, um sie für die Regenerierung von menschlichen Organen einzusetzen.

Vorreiter im Bereich der regenerativen Medizin

Gezüchtete Epidermis

Die iPSC-gestützte Entwicklung von Medikamenten kann synergetisch dazu beitragen, die regenerative Medizin voranzutreiben. Fujifilm passt sein Verhalten im Hinblick auf den Erfolg in beiden Feldern an und hat schon signifikante Ergebnisse auf jedem der beiden Gebiete erzielt.

Unter Verwendung der Kollagen-Technologien, die ursprünglich für den Fotofilm entwickelt wurden, hat Fujifilm ein rekombinantes Peptid (Recombinant Peptide, RCP) entwickelt. Dabei handelt es sich um ein künstlich hergestelltes Protein, das als effektive Matrix fungiert, auf der Zellen wachsen. Um die Verwendung dieses RCP in der Forschung zu vereinfachen, bietet Fujifilm es als Produkt Zellennester (Cellnest) in Form einer Lösung und als lyophilisiertes Puder an.

In Jahr 2014 wurde das Unternehmen Japan Tissue Engineering Co., Ltd., zu einer konsolidierten Tochtergesellschaft der Fujifilm-Gruppe. Dieses Unternehmen gehört zu den Vorreitern im Bereich der regenerativen Medizin und hat die ersten beiden Produkte in diesem Bereich der japanischen Regierung zur Zulassung vorgelegt. Japan Tissue Engineering bietet derzeit zwei Hauptprodukte an: die autolog gezüchtete Epidermis JACE® und die autolog gezüchtete Knorpelmasse JACC®. Das Unternehmen arbeitet im Auftrag anderer Unternehmen und Insitutionen auch an Zellkulturen. Das Unternehmen Cellular Dynamics International ist ebenfalls der Fujifilm-Gruppe beigetreten und stellt sein umfassendes Wissen im Bereich der indizierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) bereit, die eine wesentliche Rolle in der regenerativen Medizin spielen. Die Entscheidung, diese hochgradig innovativen Unternehmen in der Gruppe zusammenzubringen, unterstreicht Fujfilms Bestreben, die Führungsposition in dem Feld der regenerativen Medizin zu übernehmen.

Bis zum Jahr 2030 wird ein Wachstum des regenerativen Medizinmarktes auf rund 120 Milliarden US-Dollar erwartet. Trotzdem ist die regenerative Medizin für Fujifilm viel mehr als eine attraktive Geschäftsmöglichkeit. Was wirklich von Bedeutung ist und worum es bei dem Engagement in diesem Markt wirklich geht, ist die Heilung von derzeit schwer und gar nicht zu behandelnde Erkrankungen - und den Leidenden und ihren Angehörigen neue Hoffnung zu schenken. In dem Bestreben, ein weltweit anerkannter Vorreiter im Bereich der regenerativen Medizin zu sein, setzt Fujifilm weiter alles daran, sich dieser äußerst wichtigen Herausforderung zu stellen.

Verwandte Inhalte:

Das könnte Sie auch interessieren: